Jedes Jahr kehrt Maren Lotte zum Skagen Winterbadefestival zurück, wo sie mit Freude ihre Freundin unter den Arm nimmt und in die eiskalten Wellen springt.
Für sie ist Winterbaden eine besondere Art, Ruhe und Gleichgewicht zu finden. Mitten in der Kälte und zusammen mit mehreren hundert anderen badefreudigen Teilnehmern findet sie eine Energie, auf die sie nicht verzichten möchte. Das Festival ist mittlerweile zu einer festen Tradition geworden, auf die sie sich Jahr für Jahr freut.
””Ich war noch nie der große Wassermann", erzählt sie lachend. ”Mein Mann war es, der mit den Kindern ins Wasser sprang, als sie klein waren. Aber eines Tages nach dem Training verspürte ich Lust, es auszuprobieren – und dieses Erlebnis veränderte alles. Ich rief sofort meine Freundin an und fragte sie: Kommst du beim nächsten Mal mit?”Vier Monate und viele Sprünge später standen sie zusammen am Strand von Skagen, bereit für ihr erstes Winter Bade Festival.
Mehr als eiskalte Schauer – Gemeinschaft und festliche Stimmung
Für Maren Lotte ist das Erlebnis in Skagen viel mehr als ein schnelles Bad. Es ist die gesamte Atmosphäre, die es besonders macht: die Saunen, das Lachen und die zwanglose Gemeinschaft.
”Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Man trifft gute Menschen, es ist Platz für Humor, und es fühlt sich fast familiär an, weil man Jahr für Jahr dieselben Gesichter sieht., erzählt sie.
Sie erzählt lachend Anekdoten über nordjütische Wikinger, norwegische Gäste in passenden Badeanzügen und ihren eigenen Badeclub ”Bade Bunnies”, der für lustiges Zubehör wie Hasenohren und Badeschwämme bekannt ist. Für sie ist es ein Freiraum, in dem man in der Sauna Schulter an Schulter sitzt – ein Kontrast zum Alltag, wo man normalerweise Abstand hält.
Vom Eisbaden zu den Wellen in Skagen
Im Alltag badet Maren Lotte in Flüssen und Seen, und sie hat schon alles ausprobiert, vom Eislöcher-Hacken bis zum Schwimmen in ruhigem Wasser. Trotzdem ist Skagen etwas Besonderes: die Wellen des Meeres stellen nämlich eine zusätzliche Herausforderung und ein einzigartiges Erlebnis dar.
Sie gibt zu, dass die Kälte hart sein kann: ”Der schlimmste Moment ist, wenn der Bauch das Wasser berührt,”sagt sie lachend. Aber danach kommt das Gefühl, reset zu sein – der Körper ist voller Energie und der Geist ist ruhig.
Kein Wettbewerb – aber eine persönliche Erfahrung
Obwohl viele Eisbaden als grenzüberschreitend empfinden, betont Maren Lotte, dass es nicht ums Leisten geht.
”Manche bleiben mehrere Minuten im Wasser, andere machen eine schnelle Runde rauf und runter. Wichtig ist, es auf seine eigene Art zu tun und auf den Körper zu hören. Das ist kein Sport, sondern ein Erlebnis.,”sagt sie.
Heim nach Skagen – und heim an sich
Tagsüber lebt und arbeitet Maren Lotte in Südjütland, aber das Festival bringt sie jedes Jahr in ihre Geburtsstadt Skagen zurück. Hier übernachtet sie mit ihrer Freundin im Elternhaus, was das Erlebnis noch besonderer macht.
”Ich freue mich das ganze Jahr darauf. Es bringt Gelächter, Energie und Wärme. Ich kann mir den Winter ohne das Skagen Winterbadefestival – oder ohne einen täglichen Gang ins Wasser – gar nicht vorstellen. Wenn ich es auslasse, vermisse ich es, besonders am Morgen. Es gibt mir einen fantastischen Start in den Tag..”
Ein Rat für neue Winterbader
An diejenigen, die davon träumen, es zu versuchen, sich aber zurückhalten, hat Maren Lotte einen einfachen Tipp:
”Man muss einfach den Sprung wagen. Ich nehme die Leute normalerweise unter den Arm, und dann dürfen sie es selbst spüren. Das kann man nicht erklären – das muss man erleben.”
Sie betont jedoch, dass Sicherheit immer an erster Stelle steht. Sie geht nie allein schwimmen, und wenn sie und ihre Freundin ihren Terminkalender nicht unter einen Hut bekommen, lassen sie lieber einen Tag aus.